Frequenzabhängigkeit der Nachhallzeiten

Das Akustische Raumklima eines Raumes ist im wesentlichen durch die Nachhallzeit (Halligkeit) dieses Raumes charakterisiert. Die Nachhallzeit eines Raumes ist eng gekoppelt mit der Absorption der Schallwellen an den Raumwänden oder an den Gegenständen im Raum. Starke Absorption verkürzt die Nachhallzeit, schwache Absorption verlängert sie.



Lange Nachhallzeiten: sehr hallig

Sehr hallige Räume, z.B. Kirchen, große Hallen in Firmen oder Museen, Schwimmhallen oder auch Badezimmer, weisen eine z.T. als unangenehm empfundene und die Sprach- und Silbenverständlichkeit deutlich verschlechternde große Nachhallzeit auf. Lautes Händeklatschen wird durch die zahlreichen Echos (Reflexionen der Schallwellen an den Raumwänden) mehrfach wiederholt. Selbst in kleinen (schlecht gedämpften) Räumen, in denen die Nachhallzeit im Vergleich zu großen Räumen kürzer ist, ist dieser Effekt immer noch deutlich hörbar (Flatterecho). Mit Hilfe eines Knackfrosches lassen sich solche Flatterechos, die oft nur an bestimmten Stellen im Wohnraum auftreten, z.B. zwischen zwei parallelen Raumwänden, sehr einfach entdecken.

Kurze Nachhallzeiten: Gefühl der Einengung

Aber auch in stark bedämpften Räumen fühlt der Mensch sich unwohl, er fühlt sich eingeengt, auch wenn er sehen kann, dass der Raum in Wirklichkeit nicht beengt ist. In kleinen und mittelgroßen Räumen dürfen Echos als solche nicht bewusst hörbar sein. Dennoch hat der Mensch ein Gefühl für den Nachhall eines Raumes. Intuitiv schätzt er die Größe des Raumes aus der (unbewusst) empfundenen Nachhallzeit ab und empfindet diese als 'natürlich', wenn sie innerhalb gewisser Grenzen liegt (s.a. Diagramm oben, grüne Kurven 'Ideal').

Nachhallzeiten können den Klang verfärben

Die Nachhallzeit ist von der Tonhöhe abhängig (frequenzabhängig). Üblicherweise haben tiefe Töne längere Nachhallzeiten als hohe, da die Schallabsorption an den Raumwänden i.A. mit der Frequenz zunimmt. Wenn die frequenzabhängigen Nachhallzeiten nicht innerhalb der grünen Kurven (idealer Bereich) liegen, werden Stimmen und Musik nicht mehr als 'natürlich' sondern als klanglich verfärbt empfunden.

CARA hilft Ihnen durch gezielte Verbesserungsvorschläge

CARA beurteilt das Akustische Raumklima Ihres Wohnraums an Hand der Abweichungen der Frequenzabhängigkeit der Nachhallzeit vom 'idealen' Bereich. Diese Berechnungen berücksichtigen alle Details Ihrer Raumkonstruktion und Wohnungseinrichtung; die von Ihnen ausgewählten Lautsprecherboxen werden hierbei jedoch noch nicht berücksichtigt. Im Bedarfsfall schlägt CARA speziell für Ihren Wohnraum einige Maßnahmen (z.B. zusätzliche Teppiche, Vorhänge oder Bücherregale) zur Verbesserung des 'Akustischen Raumklimas' vor.